Aktuelles

Die Heimatbrücke Nr. 2 / 2022 (75. Jg.) ist da

Bild des Monats Mai 2022

Bierwagen der Brauerei Krech – 1930er Jahre

Lena Hammann erhält Nachwuchspreis des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur

Der Nachwuchspreis des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, der im Frühjahr 2021 erstmalig von der Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Editha Westmann MdL, ausgelobt worden ist, wurde am 12. Mai 2022 unter anderem an Lena Hammann verliehen.

Die Auslobung des Preises richtet sich an junge Niedersachsen, die sich in Schule, Ausbildung, Studium oder Freizeit mit der Geschichte der deutschen Heimatvertriebenen beispielhaft auseinandersetzen.

Editha Westmann begrüßte die Teilnehmer der Verleihungsveranstaltung mit den Worten „Der Verlust der Heimat hat schon vor über 75 Jahren Millionen Menschen schwer traumatisiert. Für junge Leute ist es heute eine enorme Herausforderung, sich dem Thema ‚Heimatvertriebene‘ zu nähern. Es kann erhellend sein, es kann tiefe Emotionen hervorrufen, es kann eine Gratwanderung sein. Unsere Preisträger haben sich auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Thema befasst und sowohl die Jury als auch mich tief beeindruckt.“

Der Hauptpreis wurde von der fünfköpfigen hochkarätig besetzten Jury auf zwei Preisträger aufgeteilt, nämlich eine Absolventin der Universität Göttingen für ihre Masterarbeit und eben auf Lena Hammann, eine junge Grundschullehrerin aus Stade, die seit einigen Jahren auch engagiert für die Kreisgemeinschaft Goldap Ostpreußen e.V. tätig ist, für ihren in Buchform unter dem Titel TONI KERSTAN – MEINE LEBENSGESCHICHTE erschienenen biographischen Bericht über eine Freundschaft zu einer 80 Jahre älteren Frau.

Vorgeschlagen für diesen Wettbewerb wurde die Arbeit von Lena Hammann durch Annelies und Gerhard Trucewitz vom Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen in Stade, die Lena Hammanns biographisches Abenteuer von Anfang an begleiten durften. Der festliche Abend mit der Übergabe der Preise im Alten Rathaus in Hannover war der vorläufige Höhepunkt dieser Erfolgsgeschichte.

Erster Kreisrat Thorsten Heinze besucht Patenschaftsmuseum

Thorsten Heinze, Erster Kreisrat des Landkreises Stade und damit Allgemeiner Vertreter von Landrat Kai Seefried, besuchte am Rande der Frühjahrstagung des Goldaper Kreistages erstmals das Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen in Stade in gemeinsamer Trägerschaft des Landkreises Stade und der Kreisgemeinschaft Goldap.

Heinze wurde von allen Kreisausschussmitgliedern und Kreistagspräsident Phielipeit herzlich begrüßt. Anschließend nahm er Gelegenheit, das Museum intensiv zu besichtigen.

Alle Anwesenden waren sich einig darüber, dass das von Annelies Trucewitz geleitete Museum mit der von ihr konzipierten Ausstellung eine einzigartige Einrichtung von hoher Qualität und Ausstrahlung ist, die es weiter zu fördern und fortzuentwickeln gilt.

Am Rande der Besichtigung gab es auch Gelegenheit, sich über die von der Kreisgemeinschaft initiierte und vom Landkreis und den Johannitern in Angriff genommene Hilfsaktion für die im Kreis Goldap eingetroffenen 230 ukrainischen Kriegsflüchtlinge auszutauschen.

Frühjahrssitzung des Goldaper Kreistages

Zu seiner Frühjahrssitzung kam der Goldaper Kreistag am 7. Mai 2022 im Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen zusammen.

Kreistagspräsident Hans-Peter Phielipeit eröffnete die Sitzung und begrüßte insgesamt 15 Teilnehmer, davon einer über WebEx online zugeschaltet.

Alle Teilnehmer freuten sich, ohne Corona-Auflagen den Austausch pflegen zu können.

Kreisvertreter Stephan Grigat berichtete über Aktivitäten und Ereignisse in der Kreisgemeinschaft seit dem Goldaper Heimattreffen 2021 anhand der Seite „Aktuelles“ der neu gestalteten Homepage der Kreisgemeinschaft www.goldap.de.

Die drei übrigen Mitglieder des Kreisausschusses Annelies Trucewitz, Brigitte Klaus und Maik Schwanemann ergänzten den Bericht mit Details aus ihren Aufgabenbereichen.

Im Anschluss wurde der Vorhaben- und Veranstaltungsplan vorgestellt und erörtert. Dies geschah ebenfalls anhand der Homepage, Seite „Termine“.

Internationaler Museumstag
am Sonntag, dem 15. Mai 2022

Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen,
Harsefelder Str. 44a, 21680 Stade

Geöffnet von 11.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Führung – Ausstellung – Bücherflohmarkt – Ostpreußenshop

Digital StillCamera

12. 30 Uhr – 75 Jahre Niedersachsen
„Aus Fremde wird Heimat“
Ausstellungseröffnung mit Videoclip und Gesprächsrunde  Annelies Trucewitz

14.45 Uhr     Fotovortrag zu „Aus Fremde wird Heimat“ im Landkreis  Stade
Fotopräsentation mit begleitenden Texten von
Annelies und Gerhard Trucewitz

Das Goldap Museum in Stade lädt die Besucher zum Internationalen Museumstag 2022 herzlich ein.
Pandemiebedingt wird die Ausstellung „75 Jahre Niedersachsen – Aus Fremde wird Heimat“ erst in diesem Jahr gezeigt. Anhand von Schicksalswegen zweier Familien aus dem ostpreußischen Kreis Goldap – Herkunft – Ankunft -Zukunft – werden den Besuchern die Nachkriegsjahre im Landkreis und der Stadt Stade anschaulich in Erinnerung gebracht. Zur Eröffnungsführung um 12.30 Uhr wird ein Videoclip „Aufgewachsen mit Flüchtlingen“ gezeigt, der Fotovortrag um 14.45 Uhr zeigt mit vielen privaten Fotos und einschlägigen Dokumenten wie „Aus Fremde Heimat wurde!“

Als diese Ausstellung geplant wurde, ahnte keiner wie nahe jetzt das damalige Geschehen wieder an unsere Grenzen gerückt ist.

Eintritt ist frei.

BdV-Jahresempfang 2022 in Berlin

Am 26. April fand im Deutschlandhaus am Anhalter Bahnhof in Berlin (Sitz der Stiftung und des Dokumentationszentrums Flucht Vertreibung Versöhnung) die Sitzung des Bundesausschusses des Bundes der Vertriebenen und am Abend der Jahresempfang des Verbandes statt.
An beiden Veranstaltungen nahm Kreisvertreter Stephan Grigat in seiner Eigenschaft als Vizepräsident des BdV und Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen teil; Teilnehmer des Jahresempfangs war auch der Goldaper Kreistagsabgeordnete Michael Tschierschke.
Während des Jahresempfangs konnte Stephan Grigat die neue Bundesinnenministerin Nancy Faeser und die neue Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedler und nationale Minderheiten Natalie Pawlik kennenlernen und bereits kurze Gespräche mit beiden führen. Mit im Bild ist die hessische Aussiedlerbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf.

Stele und Bildtafel zur Erinnerung an das Goldaper Kreishaus eingeweiht

Am 21. April 2022 wurde vor einem größeren Teilnehmerkreis die Erinnerungsstele für das 1921 eingeweihte und 1944 zerstörte Kreishaus des Kreises Goldap enthüllt und an die Öffentlichkeit übergeben. Gleichzeitig wurde eine Bildtafel eingeweiht.

Die Enthüllung der Stele wurde von der Goldaper Starostin (Landrätin) Marzanna Wardziejewska und Kreisvertreter Stephan Grigat vorgenommen, die zuvor beide das Wort an die Besucher der Veranstaltung gerichtet hatten. Zbigniew Mieruński führte für die Organisation Gołdapski Fundusz Lokalny , die die Erinnerungsstelen und die Bildtafeln errichtet hat, in die Veranstaltung ein.

Treffen mit der Landrätin in Goldap

Am 21. April trafen sich die Goldaper Landrätin Marzanna Wardziejewska und der Goldaper Kreisvertreter Stephan Grigat zu einem Gedankenaustausch im Goldaper Kreishaus. Mit dabei waren der stellvertretende Landrat Andrzej Ciołek, der stellvertretende Kreistagspräsident der Kreisgemeinschaft Karol Romanowicz und Anastazja Romanowicz als Dolmetscherin.

Im Mittelpunkt des Gespräches standen der Ukrainekrieg, dessen Auswirkungen auf den Kreis Goldap und die Situation der im Kreis Goldap offiziell registrierten 230 ukrainischen Flüchtlinge.

Online-Meeting des Landkreises Stade,
des Kreises (Powiat) Goldap
und der Kreisgemeinschaft Goldap

Am 13. April 2022 fand das erste dreiseitige Online-Meeting zwischen dem Landkreis Stade, dem Kreis (Powiat) Goldap und der Kreisgemeinschaft Goldap statt.
Thema des Meetings war die Situation im Kreis Goldap in Bezug auf die dort angekommenen ukrainischen Kriegsflüchtlinge. Im Kreis Goldap mit ca. 25.000 Einwohnern sind zur Zeit etwa 300 ukrainische Kriegsflüchtlinge untergebracht. Der heutige Kreis Goldap ist seit dem 2. Weltkrieg ein Siedlungsschwerpunkt der ukrainischen Minderheit in Polen. In Benkheim, früher Kreis Angerburg und heute Kreis Goldap, befindet sich auch eine ukrainisch-orthodoxe Kirche.

Bild des Monats April 2022

Goldap Marktplatz mit Neuer Kirche

Aquarell von unbekanntem Maler, Signatur nicht lesbar.

Quelle: Archiv „Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen“ in Stade.

Straßenbaupläne in Goldap

In Goldap soll der Einmündungsbereich Bahnhofstraße / Kirchenstraße unterhalb des Krankenhauses neu gestaltet und dabei ein Parkplatz mit 13 Parkplätzen angelegt werden. Die zuständige Straßenbauverwaltung soll die Straßenbauarbeiten bereits ausgeschrieben haben.

Aus der Bürgerschaft der Stadt Goldap und in den sozialen Medien sind allerdings auch kritische Stimmen zu vernehmen. So wird moniert, dass der grüne Gesamteindruck des Platzes beeinträchtigt werde sowie dass das historische Kopfsteinpflaster verschwinden und somit der denkmalschutzwürdige Gesamteindruck des Platzes beeinträchtigt werde. Im Internet ist bereits eine Petition gegen die Maßnahme begonnen worden.

Bild des Monats März 2022

Leberblümchen – geliebte Frühlingsblume Ostpreußens

Die Heimatbrücke 1/2022 ist da!

Bild des Monats Februar 2022

Der Winter war die Zeit der Feste und Bälle, hier ein Kostümfest im Offizierskasino, Goldap 1909. Hier achte man besonders auf die aufwendig gearbeiteten Kostüme!

Bild des Monats Januar 2022

Jugendherberge mit „Russenbrücke“ im Winter

Bild des Monats Dezember 2021

Winternacht über dem Goldaper Marktplatz – Postkarte von 1905


Neue Gedenkstelen auf dem Goldaper Markt enthüllt

In Goldap sind die dritte und vierte Gedenktafel enthüllt worden, für Amtsgericht und Postamt am jeweiligen früheren Standort der Gebäude.
Die Tafel für das alte deutsche Postamt trägt auch einen deutschsprachigen Hinweis.
Herzlichen Dank an die Aktiven des Gołdapski Fundusz Lokalny!

Diavortrag „Reise durch West- und Ostpreußen“ wurde wiederholt

Wegen der großen Nachfrage beim letzten Sonntagstreff im Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen in Stade wurde der Diavortrag „Reise durch West- und Ostpreußen“ von Daniel Schwarz wiederholt. Auch dieses mal war wieder „volles Haus“!

Unter den Gästen fanden sich eine Mutter mit Tochter, die aus Bodschwingken im Kreis Goldap stammen, inzwischen aber in Niedersachsen wohnen.

Volkstrauertag 2021

Wir gedenken heute
der Opfer von Krieg und Gewalt:
Der Soldaten, die in den beiden Weltkriegen gefallen,
ihren Verwundungen erlegen oder in Gefangenschaft
gestorben sind,

der Männer, Frauen und Kinder,
die durch Kriegshandlungen ihr Leben lassen mussten.

Wir gedenken
der Männer, Frauen und Kinder, die in der Folge des Krieges,
auf der Flucht oder bei der Vertreibung aus der Heimat
oder wegen der Teilung Deutschlands und Europas
ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer,
die im Widerstand, die um ihrer Überzeugung oder ihres Glaubens willen
Opfer der Gewaltherrschaft wurden,und derer, die eines gewaltsamen Todes sterben mussten,
weil sie einem anderen Volk angehörten oder
einer anderen Rasse zugerechnet wurden.

Wir trauern
um die Toten aller Völker, die unter beiden Weltkriegen gelitten haben.

Wir trauern,
doch wir leben in der Hoffnung
auf Versöhnung unter den Völkern
und auf Frieden in der Welt.

Bild des Monats November 2021

Sonntagstreff im Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen in Stade
erfolgreich gestartet

Nach der langen Coronapause hatte das Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen in Stade zu einem Fotovortrag eingeladen.

Die von Daniel Schwarz präsentierte „Reise durch West- und Ostpreußen“ entpuppte sich als Publikumsmagnet. Die Plätze reichten bei weitem nicht aus, so dass sich das Team um Annelies und Gerhard Trucewitz spontan entschloss, die Veranstaltung zeitnah zu wiederholen. Der Termin wird alsbald bekanntgegeben, es gilt dann ebenfalls die 2 G-Regelung.

Die zahlreichen Zuschauer waren von dem Vortrag so begeistert, dass sich der Sonntagstreff mit einem regen Gedankenaustausch zwischen den Generationen und gemütlichem „Plachandern“ bis in die frühen Abendstunden ausdehnte.

Umstrittene Straßenbaupläne in Goldap

2017 stellte die Wojewodschafts-Straßenbaubehörde in Allenstein die Planungen für die Modernisierung der Straße DW 651 (das ist die Straße von Goldap über Dubeningken nach Szittkehmen und dann weiter bis zur litauischen Grenze in Ogrodniki) und ihres Verlaufs durch die Stadt Gołdap (ca. 3 km) vor. Die Straße ist im Prinzip die Weiterführung der Straße DW 650 von Rastenburg über Angerburg nach Goldap. Die Pläne sehen für die DW 651 den gleichen Ausbaustandard vor, wie ihn die vor einigen Jahren fertig gestellte DW 650 bereits aufweist; dieser Ausbaustandard ermöglicht den problemlosen Begegnungsverkehr zwischen Lastkraftwagen.

Diese Planungen sind bei Teilen der Bevölkerung in zwei Punkten umstritten und werden seit ihrer Vorstellung intensiv diskutiert.

Zunächst wird befürchtet, der vorgesehene Straßenausbaustandart werde zu einer spürbaren Erhöhung des Verkehrsaufkommens, insbesondere von Lastkraftwagen, führen. Dies sei nicht mit dem Status der Stadt Goldap als Kurort und dem Tourismus in der Region (insbesondere in der Rominter Heide) vereinbar.
Daneben besteht die Befürchtung, dass die innerstädtischen Straßen in Goldap über Gebühr belastet werden und dadurch der Rad- und Fußgängerverkehr gefährdet wird.
Zur Vermeidung der zusätzlichen Belastung für die Goldaper Innenstadt wird der Bau einer Querspange von der Landstraße nach Buttkuhnen und Dubeningken östlich der Einmündung Jahnstraße (Straße zur Südspitze des Goldaper Sees) zur Staatsstraße 65 südlich der Einmündung der Treuburger Chaussee vorgeschlagen. Eine solche Entlastungstrasse würde den Verkehr an der Stadt vorbeiführen.

Bürgerinitiative in Goldap
Gołdapski Fundusz Lokalny

In Goldap hat sich eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Gołdapski Fundusz Lokalny“ gegründet, die sich der Erforschung und Darstellung der Stadtgeschichte Goldaps verschrieben hat.
Kreisvertreter Stephan Grigat traf sich im Oktober mit Vertretern der Initiative im Haus der Heimat in Goldap, um sich über die Vorhaben und Projekte der Initiative zu informieren.
Die Initiative hat in den vier Ecken des Markplatzes Informationstafeln aufgestellt, die aus einer durchsichtigen Scheibe bestehen, auf die Fotos aus den 30er Jahren als Folie aufgeklebt sind. Dadurch kann der Betrachter beim Durchsehen sowohl das historische Bild als auch die heutige tatsächliche Ansicht gleichzeitig sehen und vergleichen.

Ein weiteres Projekt der Initiative ist die Setzung von Stelen an den früheren Standpunkten von wichtigen historischen Gebäuden am Goldaper Marktplatz. Bisher gibt es solche Stelen für die Neue Kirche und das Rathaus.

Am 18. Oktober 2021 ließ die Initiative das Geo-Vermessungsteam eines Universitätsinstitutes aus Warschau mit modernen Geräten nach den Grundmauern der 1956 abgebrochenen Neuen Kirche suchen. Ziel ist, die Eckpunkte der Kirchenwände zu visualisieren und so der Öffentlichkeit kenntlich zu machen. Kreisvertreter Stephan Grigat konnte auf Einladung der Initiative an der Vermessung teilnehmen.

Bild des Monats Oktober 2021

Gut Eckertsberg, Kirchspiel Gr. Rominten [Hardteck], letzte Besitzer Fam. Knopff.
Ölbild um 1930, Quelle: Frau Wahode.


Goldaper Heimattreffen 2021

Vom 10. bis 12. September 2021 fand das Goldaper Heimattreffen 2021 in Stade statt. Höhepunkte des diesjährigen Heimattreffens waren der Empfang zu Ehren von Landrat Michael Roesberg, die Lesung von Arno Surminski aus seinem neuen Buch „Irgendwo ist Prostken“ und die traditionelle Feierstunde am Goldaper Mahnmal in den Wallanlagen in Stade.

Landrat Michael Roesberg, der seit 1992 beim Landkreis Stade tätig ist, wurde 1999 Erster Kreisrat und am 1. November 2006 direkt gewählter Landrat. Roesberg tritt mit Ablauf des 31. Oktober 2021 in den Ruhestand.
In den 30 Jahren seiner Tätigkeit für den Landkreis Stade, vor allem aber in seiner Amtszeit als Landrat, war Roesberg allzeit ein verlässlicher Partner und Freund der Goldaper. Er hat sich immer an die Seite Kreisgemeinschaft Goldap gestellt und war ein verlässlicher Unterstützer der Interessen der 1944 und danach aus dem Deutschen Osten Vertriebenen. Sein Engagement war von Empathie für das Vertreibungsschicksal getragen. Der Umzug des Patenschaftsmuseums Goldap in Ostpreußen in Stade in besser geeignete, größere und besser erreichbare Räumlichkeiten an der Harsefelder Straße geht auf seine Initiative zurück.
Kreisvertreter Stephan Grigat zeichnete Michael Roesberg während des zu seinen Ehren im Patenschaftsmuseum ausgerichteten Empfang mit dem Großen Verdienstkreuz der Kreisgemeinschaft Goldap Ostpreußen e.V. aus.


Vor vollem Saal las Arno Surminski am Abend des Sonnabends aus seinem neuen Buch „Irgendwo ist Prostken“. Einmal mehr erlebten die Goldaper und ihre Gäste einen authentischen Surminski mit einer ins Herz dringenden Botschaft. Das vorgestellte Buch handelt von einem im ostpreußischen Prostken geborenen und aufgewachsenen Lokführer in Zeiten des wiederholten Umbruchs und der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs. Die Feierstunde am Mahnmal am Sonntagvormittag stand erneut im Zeichen des Abschieds von Michael Roesberg. Der Corona-Pandemie trotzend hatte sich erneut eine große Zahl Goldaper und Gäste am Mahnmal eingefunden.


Goldaper Sommerfest 2021 als Gartenfest
auf dem Gelände des Haus‘ der Heimat am 24.07.2021

Am 24.07.2021 fand auf dem Gelände des Haus‘ der Heimat in Goldap das Goldaper Sommerfest 2021 als Gartenfest statt.

Das Fest stand noch merklich unter den Nachwirkungen der Corona-Pandemie. Trotz der in der Republik Polen sehr niedrigen Inzidenz von unter 2 war keine Busreise nach Goldap wie in den Vorjahren zustande gekommen. Dennoch fanden rund 50 Gäste den Weg in den Garten des Haus‘ der Heimat in Goldap, von denen übrigens die allermeisten doppelt geimpft waren. Delegationen waren von den Deutschen Vereinen aus Allenstein, Lyck und Mohrungen gekommen.

Vor dem Gartenfest fand ein ökumenischer Gottesdienst in der Kapelle der Ev. Gemeinde in Goldap statt, der von Pfarrer Dawid Banach und Domherr André Schmeier zelebriert wurde. Im Rahmen des Festes überreichte der Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen das Ehrenzeichen der Landsmannschaft Ostpreußen an Anastazja und Karol Romanowcz für umfassenden und nachhaltigen 30jähren Einsatz für die Belange Ostpreußens.

Alle Teilnehmer genossen sichtlich die lange entbehrte Möglichkeit zum Wiedersehen und Austausch. Für das leibliche Wohl hatte die Kreisgemeinschaft gesorgt, so dass alle entspannt einige schöne Stunden miteinander verbringen konnten.


Textile Lebensräume – diese Ausstellung mit Werken von Anneliese Konrat Stalschus wurde im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg vom 27.11.2020 bis 06.06.2021 gezeigt

Es war eine eindrucksvolle Auswahl von Werken der Goldaper Künstlerin Anneliese Konrat-Stalschus, geb. Schiemann, ausgestellt.
Für uns ein mehrfacher Anlass diese Ausstellung zu besuchen, was jetzt nach zweimaligen, längeren Corona bedingten Unterbrechungen der Besuchsmöglichkeiten am 5. Juni gelungen ist. An diesem Tag hatten wir das Vergnügen Frau Konrat-Stalschus, die Mitglied der Kreisgemeinschaft Goldap Ostpreußen e.V. ist, persönlich kennen zu lernen. Der gemeinsame Rundgang durch die Ausstellung mit den fachlichen und zum Teil bewegenden Erklärungen zu den einzelnen Exponaten war für alle Beteiligten beeindruckend.

„Diesen Gobelin webte ich zum Gedächtnis an meine Mutter, Ida Schiemann, geb. Bartsch, die im Februar 1945 auf der Flucht von einem russischen Soldaten ermordet worden ist.
Ihr unbekanntes Grab liegt an einem Waldrand in Ostpreußen.“ Anneliese Konrat, 1987
Goldaper trafen sich im OL Lüneburg:
Anneliese Konrat-Stalschus, geb. Schiemann, 1926 in Goldap geboren,
und Annelies und Gerhard Trucewitz
von der Kreisgemeinschaft Goldap Ostpreußen e.V.

Hans-Günther Meißner +

Mit großer Trauer haben wir vom Tode unseres Freundes und langjährigen Präsidenten des Kreistages der Kreisgemeinschaft Goldap Ostpreußen am vergangenen Montag in Hamburg erfahren.

Hans-Günther Meißner war am 30. Januar 1932 in Grabowen (Kreis Goldap) geboren. Nach einer unbeschwerten Kindheit in Ostpreußen ereilte auch ihn das Schicksal von Flucht und Vertreibung. In Hamburg sesshaft geworden, ergriff er den Lehrerberuf.

Schon früh engagierte er sich in der Kreisgemeinschaft. Sehr am Herzen lag ihm die Kirchspielgemeinschaft Grabowen, in die sich schon sein Vater Otto Meißner maßgelblich eingebracht hatte. Bei der Reorganisation der Vereinsstruktur 1992 übernahm er das Amt des Kreistagspräsidenten, das er bis 2014 ausübte. Dem Kreistag gehörte er noch bis 2018 an. Danach ließen seine schwindenden Kräfte eine Beteiligung an den Veranstaltungen der Kreisgemeinschaft nicht mehr zu.
Hans-Günther Meißner war immer um Ausgleich und Versöhnung bemüht. Große Aufmerksamkeit fand seine Festrede „Liebe – Heimat“ auf dem Goldaper Heimattreffen 2000. Im gleichen Jahr wurde Hans-Günther Meißner mit dem Verdienstkreuz der Kreisgemeinschaft ausgezeichnet.


Das Bild des Monats Juni 2021


Die neue Heimatbrücke ist da!

Das Bild des Monats Mai 2021

REISEFERTIG – Ilse Werner mit Bruder Günter und Hund Lore auf dem Weg zum Bahnhof Schuiken [Albrechtsrode] um 1942

Online-Meeting des Goldaper Kreistages

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Da infolge der Corona-Pandemie ein analoges (also tatsächliches) Zusammentreffen zur Zeit unmöglich ist, kamen die Mitglieder des Goldaper Kreistages virtuell online zusammen und tauschten sich mittels der Konferenz-Software WebEx aus.
Die Mitglieder des Kreisausschusses berichteten über ihre Arbeitsbereiche und Kreistagsmitglied Karol Romanowicz direkt aus Goldap.
Alle Teilnehmer gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass das Goldaper Gartenfest am 24. Juli und das Goldaper Heimattreffen vom 10. bis 12. September stattfinden können.

Das Bild des Monats April 2021

Der Kirchen- und Posaunenchor Dubeningken.

Die Aufnahme entstand 1930 bei einem Vereinsausflug zum Dreiländereck am Wystiter See. Rechts sitzend Chorleiter Kantor Lange.
Quelle: Fotoarchiv Kreisgemeinschaft Goldap Ostpreußen e. V.


Bild des Monats März 2021

Eine Postkarte aus der Kaiserzeit mit den Erwartungen an die Zukunft Goldaps – nicht alles ist eingetreten …


Das neue Buch der Kreisgemeinschaft Goldap Ostpreußen e.V.:
Verwehte Spuren – Die Eisenbahn im Kreis Goldap/Ostpreußen

von Dieter Zeigert

Nach seinem Erfolgs-Buch „Verschwundene Gleise – Die Kaiserbahn zwischen Goldap und Szittkehmen“ ist es dem Autor gelungen, mit dem Buch „Verwehte Spuren“ die Geschichte der Eisenbahn im gesamten Kreis Goldap und darüber hinaus, dem Vergessen zu entreißen.

Entstanden ist ein Buch von hoher bildnerischer Qualität und geschichtlich-fachlicher Tiefgründigkeit ohne dabei die unterhaltsame „Lesequalität“ zu schmälern.

Für alle Ostpreußenfreunde zwischen Goldap, Lyck, Angerburg, Gumbinnen und Stallupönen, die Interesse

an Eisenbahn und Reisen haben schließt dieses Buch eine große Lücke in der Reihe der ostpreußischen Erinnerungsliteratur.

Zum Inhalt: Das Buch „Verwehte Spuren“ beginnt mit dem faszinierenden Fototeil Was verblieben ist – Impressionen vom Heute, den der Autor Dieter Zeigert auf mehreren Reisen überwiegend selber recherchiert und fotografiert hat.

Die bewegte Geschichte der Bahn wird im Kapitel Die Eisenbahnen im Kreis Goldap umfassend beleuchtet.

Streckenentwicklung und Verkehr – Fragmente der Geschichte (mit den Bahnstrecken in die umliegenden Kreise), der Bahnhof und das Reichsbahnbetriebsamt Goldap, die Ereignisse und das Geschehen rund um die Bahn in beiden Weltkriegen, hier enthalten ein Bericht über den Ausbau der Bahnhöfe Tollmingen (Tollmingkehmen) und Hohenwaldeck (Makunischken), bis hin ZumEnde, wie der Autor das letzte Kapitel deutscher und einen kleinen Zeitraum polnischer und russischer Eisenbahngeschichte im Kreis Goldap nennt.

Die durchgehende Fotodokumentation und umfangreiche Dokumentendarstellung unterstreicht die Einzigartigkeit dieses Werkes.

Buch broschiert, 207 Seiten, reich bebildert, Preis 18,50 €
ISBN 978-3-9821390-2-9

Nach seinem Erfolgs-Buch „Verschwundene Gleise – Die Kaiserbahn zwischen Goldap und Szittkehmen“ ist es dem Autor gelungen, mit dem Buch „Verwehte Spuren“ die Geschichte der Eisenbahn im gesamten Kreis Goldap und darüber hinaus, dem Vergessen zu entreißen.

Entstanden ist ein Buch von hoher bildnerischer Qualität und geschichtlich-fachlicher Tiefgründigkeit ohne dabei die unterhaltsame „Lesequalität“ zu schmälern.

Für alle Ostpreußenfreunde zwischen Goldap, Lyck, Angerburg, Gumbinnen und Stallupönen, die Interesse

an Eisenbahn und Reisen haben schließt dieses Buch eine große Lücke in der Reihe der ostpreußischen Erinnerungsliteratur.

Zum Inhalt: Das Buch „Verwehte Spuren“ beginnt mit dem faszinierenden Fototeil Was verblieben ist – Impressionen vom Heute, den der Autor Dieter Zeigert auf mehreren Reisen überwiegend selber recherchiert und fotografiert hat.

Die bewegte Geschichte der Bahn wird im Kapitel Die Eisenbahnen im Kreis Goldap umfassend beleuchtet.

Streckenentwicklung und Verkehr – Fragmente der Geschichte (mit den Bahnstrecken in die umliegenden Kreise), der Bahnhof und das Reichsbahnbetriebsamt Goldap, die Ereignisse und das Geschehen rund um die Bahn in beiden Weltkriegen, hier enthalten ein Bericht über den Ausbau der Bahnhöfe Tollmingen (Tollmingkehmen) und Hohenwaldeck (Makunischken), bis hin ZumEnde, wie der Autor das letzte Kapitel deutscher und einen kleinen Zeitraum polnischer und russischer Eisenbahngeschichte im Kreis Goldap nennt.

Die durchgehende Fotodokumentation und umfangreiche Dokumentendarstellung unterstreicht die Einzigartigkeit dieses Werkes.

Buch broschiert, 207 Seiten, reich bebildert, Preis 18,50 €
ISBN 978-3-9821390-2-9


Die Heimatbrücke Februar 2021 ist da:


Foto des Monats Februar 2021

Mahnmal in den Stader Wallanlagen

Das Elch-Monument und der Stein mit der Inschrift „Gedenke der verlorenen Heimat – GOLDAP Stadt und Kreis in Ostpreußen“ bilden das Mahnmal in den Stader Wallanlagen, wo alljährlich die Gedenkstunde zum Heimattreffen der Kreisgemeinschaft Goldap stattfindet.
Gedenkstein: Einweihung Heimattreffen 1964, anlässlich der Patenschaftsübernahme der Stadt Stade für die ostpreußische Stadt Goldap.
Elchmonument: Einweihung 1987 – 35 Jahre Patenschaft des Kreises Stade für den ostpreußischen Kreis Goldap und Eröffnung des „Patenschaftsmuseums Goldap in Ostpreußen“ in der Gr. Schmiedestraße in Stade.

Absage der für den 16. Januar 2021 geplanten Kreistagssitzung

Die für den 16. Januar 2021 geplante Kreistagssitzung des Kreistages der Kreisgemeinschaft Goldap Ostpreußen kann leider aufgrund der Fortgeltung bzw. Verschärfung der coronabedingen Beschränkungen nicht stattfinden und ist abgesagt.


Foto des Monats Januar 2021:

Goldap Markt mit Neuer Kirche

Ölbild von 1918, Signatur: HILDEBRANDT 1918

Das seltene Motiv des Ölgemäldes, die Neue Kirche zu Goldap im Winter, ist in Privatbesitz einer aus dem Kreis Goldap stammenden Familie. Viele Jahre war das Gemälde als Leihgabe im Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen in Stade. 2006 wurde es auf Wunsch der Nachkommen an die Familie zurückgegeben.

Die Kreisgemeinschaft darf das Foto des Gemäldes für Vereinszwecke benutzen.